Zwischen Kaffee und Krise

Wenn das Leben kein Plan ist – sondern ’ne Baustelle. Hinfallen, aufstehen, weitermachen – so läuft das hier.

Neue Grenzen

Es gibt so Tage, da ist der Wurm drin. 🐛
Und dann wird aus ein paar Tagen eine Woche, aus einer Woche zwei, manchmal auch drei – und plötzlich fühlt es sich an, als hätte jemand den Pauseknopf in deinem Leben gedrückt. Nichts geht vorwärts, du trittst auf der Stelle, bist unzufrieden. Die Struktur, die du dir aufgebaut hast, bricht weg. Und eigentlich willst du alles nur noch hinwerfen.

Und als wäre das nicht genug, tauchen dann auch noch Menschen wieder auf, die du eigentlich schon längst aus deinem Leben verbannt hattest – und zack, Wochenende versaut.

Gott sei Dank gab es gestern in meiner Gemeinde den Segnungsgottesdienst – Segnung der Neuanfänge. ✨
Ich habe die Gelegenheit genutzt, für mich klarzumachen: Alte Teile dürfen abfallen. Und genau da passte für mich auch die in der Predigt zitierte Bibelstelle in Epheser 6, Verse 10–17: Wer den Weg mit Gott geht, bekommt auch das Werkzeug für die „Kriege des Alltags“. Ich muss gar nicht kämpfen, mich nicht anstrengen – die Ausrüstung für den neuen Weg wird mir gegeben. Und darin liegt meine Stärke. 🙏

Also nehme ich mir diesen Start in die neue Woche als meinen persönlichen Neuanfang:
Weg von „jeder darf meine Grenzen überschreiten“.
Weg vom People-Pleasing.
Weg vom ewigen Nettsein, angepasst und leise.
Hin zu mehr Mut, klaren Worten und auch mal „Nein“.

Und ja – vielleicht wirkt mein Verhalten für manche demnächst ungewohnt. Aber das ist okay. Denn Grenzen setzen heißt nicht, lieblos zu sein. Es heißt, sich selbst endlich den Respekt zu geben, den man anderen immer schon geschenkt hat. 💪 Und falls das irritiert: „Nein“ ist auch ein vollständiger Satz. Und manchmal der wichtigste. 😉