Manchmal trifft einen die Vergangenheit genau dann, wenn man denkt, man ist längst weiter.
Während ich den letzten Text über Muster und Heilung schrieb, rückte der Kita-Abschied meiner Tochter näher.
Ein freudiger Moment für sie – und doch fühlte ich mich plötzlich schwer, traurig, bedrückt.
Tage, an denen ich weinte, ohne es greifen zu können.
Nicht, weil sie loslässt. Sondern weil ich gerade wieder fühle, wie schwer das eigene Loslassen früher war.
Gefühle gehören gefühlt – ja.
Aber manchmal fühlen wir nicht das Jetzt, sondern das Damals.
Und dann sitzt man da, als erwachsene Frau und spürt das Kind in sich, das nie richtig verabschiedet wurde.
Es hat eine Woche gebraucht.
Viel Innenschau, viel innere Kindarbeit – nicht, um den Schmerz zu ignorieren, sondern damit er nicht auf mein Kind überspringt.
Denn sie soll mit Vorfreude gehen dürfen. Nicht mit meinem alten Kummer im Rucksack.
Und genau das hat funktioniert:
Der Süßmops hat heute ihren ersten Kindergartentag – und durfte ihn unbeschwert genießen. 🐞🎈
