Zwischen Kaffee und Krise

Wenn das Leben kein Plan ist – sondern ’ne Baustelle. Hinfallen, aufstehen, weitermachen – so läuft das hier.

Mein Weg zur Wahl

Irgendwann kommt also der Moment, da hältst du die ganzen Scherben in der Hand – und denkst:
„Ach du liebe Zeit. Die hab ich mir echt selbst zusammengeklebt?!“

Glaubenssätze, Muster, alte Geschichten, die man aus der Kindheit im emotionalen Handgepäck mitgeschleppt hat – alles auf einmal sichtbar.
Nicht schön. Aber ehrlich.
Und das war der erste Schritt.
Verstehen, was da überhaupt los ist in mir.
Warum ich reagiere, wie ich reagiere.
Warum Nähe Angst macht.
Warum Kritik wie ein Vorschlaghammer wirkt.
Warum Liebe sich anstrengend anfühlt.

Ich war vorher in Therapie – so ganz klassisch.
Aber: Tabletten plus ein 30-Minuten-Gespräch alle drei Monate war mir dann doch etwas zu wenig für ein Leben voller Baustellen.
Also hab ich gemacht, was viele unterschätzen: Ich hab mich selbst gebildet.
Gelesen, gelernt, Podcasts gehört, geweint, nochmal gelesen,
Seminare besucht, noch mehr geweint – und irgendwann gelacht.
Nicht, weil’s plötzlich leicht war. Sondern weil ich langsam verstanden hab:
Ich bin nicht kaputt, ich bin konditioniert.

Ich hab nicht nur Muster erkannt – ich hab sie enttarnt.
Und ja: Manchmal erwisch ich mich trotzdem noch dabei, wie ich alten Gedanken Glauben schenken will.
Aber jetzt weiß ich, dass ich eine Wahl habe.
Zwischen alten Reflexen und neuen Antworten.

Heilung ist kein Ziel, sondern ein Weg.
Mit Schlaglöchern, Umleitungen – und gelegentlich einem richtig guten Kaffee am Straßenrand. ☕️💥