Wir waren am glücklichsten, wenn alles leicht war.
Wie an dem Wochenende unseres Wiedersehens. Erst saßen wir abends bei Jochen Malmsheimer, du hast gelacht, ich hab geweint – beides gleichzeitig, wie so oft bei uns.
Danach lagen wir stundenlang wach, in diesem schrägen Schwebezustand zwischen „Was war das eigentlich alles?“ und „Was machen wir jetzt damit?“. Ein langes Telefonat, obwohl wir uns gerade erst gesehen hatten. Eine Nacht mit wenig Schlaf, aber dafür mit allem, was uns wieder verbunden hat.
Am nächsten Tag – völlig übermüdet, halb Kaffee, halb Gefühl – fuhren wir nach Maaskantje. Einfach, weil es so herrlich sinnlos war. Du hast extra umgedreht für ein Straßenschild-Foto, und ich hab mich zum ersten Mal seit Langem wieder leicht gefühlt.
Auch sonst waren es die kleinen Dinge: Spaziergänge mit Ophelia, der Prinzessin des Hauses. Die Holland-Trips für Käse, Kaffee und das Gefühl, kurz auszubrechen. Du warst immer dabei. Immer.
Selbst wenn du innerlich lieber daheim geblieben wärst, eingehüllt in deiner Ruhe und mit allem unter Kontrolle – du bist trotzdem mitgekommen, weil ich es war.
Und manchmal ist genau das Liebe: zu wissen, dass jemand dein Chaos nicht nur aushält, sondern den Beifahrersitz freiwillig besetzt.
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